{"id":8854,"date":"2018-05-11T10:21:44","date_gmt":"2018-05-11T08:21:44","guid":{"rendered":"http:\/\/tsvschott.de\/fussball\/?p=8854"},"modified":"2018-05-10T11:31:16","modified_gmt":"2018-05-10T09:31:16","slug":"wir-haben-in-der-regionalliga-eine-gute-visitenkarte-abgegeben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tsvschott.de\/fussball\/allgemein\/wir-haben-in-der-regionalliga-eine-gute-visitenkarte-abgegeben\/","title":{"rendered":"Wir haben in der Regionalliga eine gute Visitenkarte abgegeben"},"content":{"rendered":"<p><strong>Letztes Spiel in der Regionalliga S\u00fcdwest f\u00fcr den TSV SCHOTT. Wir sprachen mit unserem Cheftrainer Sascha Meeth \u00fcber die Saison, sch\u00f6ne und weniger sch\u00f6ne Momente, seinen ersten Abstieg \u00fcberhaupt und das Besondere an unserem Verein.<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #086cb3\"><strong>Sascha, wie sieht deine pers\u00f6nliche Saisonbilanz aus? Und was nimmst du in sportlicher Hinsicht mit?<\/strong><\/span><br \/>\nGrunds\u00e4tzlich kann man sicher von einer gelungenen Saison sprechen, auch wenn wir sehr viele Wellent\u00e4ler durchschreiten mussten. Es gab viele Dinge, die unangenehm waren, zuvorderst nat\u00fcrlich unsere Verletzungsmisere. Dann der Abstieg hintendrauf, der &#8211; obwohl zu erwarten &#8211; dennoch wehgetan hat. Trotzdem war die Saison aus meiner Sicht ein voller Erfolg: Wir haben mindestens eine Handvoll Spieler, die das Interesse anderer Regionalligisten geweckt haben. Unsere Jungs haben sich pr\u00e4chtig weiterentwickelt, und wir haben eine gute Visitenkarte abgegeben. Unterm Strich war es eine sehr spannende Erfahrung f\u00fcr uns alle.<\/p>\n<p><span style=\"color: #086cb3\"><strong>Hat sich das Abenteuer Regionalliga also gelohnt?<\/strong><\/span><br \/>\nAbsolut! Und ich denke, da spreche ich f\u00fcr alle Schottianer! Wir hatten zwar Momente im Trainerteam, in denen wir dachten, dass die Regionalliga eigentlich eine Klasse zu hoch ist f\u00fcr uns. Aber wenn man sieht, was wir auf allen Ebenen gestemmt haben, sei es im Sponsoring, in der Organisation der Heimspiele und auch in sportlicher Hinsicht, war es auf jeden Fall der richtige Schritt.<\/p>\n<p><span style=\"color: #086cb3\"><strong>Einige Spieler werden in der Regionalliga bleiben. Was nimmt die Mannschaft ansonsten aus dieser Saison mit?<\/strong><\/span><br \/>\nDefinitiv Erfahrungswerte. Die Jungs haben enorm gelernt und sich weiterentwickelt. Sie haben gemerkt, dass man an seine Grenzen gehen muss, gerade in k\u00f6rperlicher Hinsicht, da die Liga viel schneller und athletischer ist. Jeder einzelne konnte sehen, was eine Profiliga ist, und dass das eine andere Welt im Vergleich zur Oberliga ist.<\/p>\n<p><span style=\"color: #086cb3\"><strong>Was waren in der Runde dein sch\u00f6nster und dein frustrierendster Moment?<\/strong><\/span><br \/>\nEine verdammt schwere Frage! Es gab zwei ganz frustrierende Momente: Zum einen die Verletzung des sowieso schon verletzungsgeplagten Manuel Schneider, der sich so auf die Regionalliga gefreut hatte. Als wir nach vier Wochen der Hoffnung die niederschmetternde Diagnose bekamen (Knorpelschaden am Knie), nachdem zuvor schon Jonas Raltschitsch und Konstantin Fring aus gefallen waren, war das schon sehr niederschmetternd. Der n\u00e4chste tieftraurige Moment war im Zuge des V\u00f6lklingen-Spiels, als wir Schwung hatten und alle super drauf waren, und sind dann Nenad Simic vor und Constantin Leinhos schlie\u00dflich im Spiel verletzten. Die sch\u00f6nsten Momente: Konstantin Fring und Jonas Raltschitsch, zwei spielerisch wie charakterlich tolle Jungs und absolute Leitw\u00f6lfe im Kader, haben sich trotz schlechter Genesungsprognosen zur\u00fcckgek\u00e4mpft und spielen wieder. Und die beiden hohen Heimsiege gegen Hessen Kassel und Stuttgarter Kickers oder der toll erk\u00e4mpfte Ausw\u00e4rtserfolg vergangenen Samstag gegen VfB Stuttgart II.<\/p>\n<p><span style=\"color: #086cb3\"><strong>Der Abstieg aus der Regionalliga ist f\u00fcr dich pers\u00f6nlich dein erster Abstieg in deiner Trainerkarriere. Wie ist das f\u00fcr dich?<\/strong><\/span><br \/>\nBereits zu Saisonbeginn war klar, dass der Klassenverbleib eigentlich kaum zu bewerkstelligen sein kann. Realistisch betrachtet hatten wir mit diesem geringen Etat und unserem unerfahrenen Kader schon keine reelle Chance. Dann kam noch das unfassbare Verletzungspech hinzu und so wurde es ein Kampf gegen Windm\u00fchlen \u2013 obwohl wir gemeinsam alles Machbare ausreizten und unternahmen. So hatten wir schon sehr lange Zeit, uns mental auf den Abstieg vorzubereiten. Als es jedoch nach dem Saarbr\u00fccken-Spiel Gewissheit wurde, war das schon tieftraurig und ich war richtig down. Wir wollten nochmal alles versuchen und alles raushauen, es war nach dem Spiel schon sehr frustrierend. Auch am Sonntag hat es noch weh getan, aber ab Montag hat sich dann schon wieder Vorfreude auf die noch verbleibenden Partien und die neue Saison eingestellt.<\/p>\n<p><span style=\"color: #086cb3\"><strong>Was sind die Ziele f\u00fcr die n\u00e4chste Saison? Strebt ihr den direkten Wiederaufstieg an? Und was traust du deinem Team in der Oberliga zu?<\/strong><\/span><br \/>\nAb meinem ersten Tag beim TSV SCHOTT sind das Trainerteam, Frank Gerhardy und Till Pleuger in die gleiche Richtung gegangen. Wir sehen uns als Ausbildungsverein, der die Spieler weiterentwickeln m\u00f6chte. Dann schauen wir, was tabellarisch rauskommt. Genauso werden wir auch die n\u00e4chste Saison angehen. Wie nach unserem Aufstieg, setzen wir auch nach dem Abstieg auf unsere bew\u00e4hrte Mannschaft. Nat\u00fcrlich wird es einen Umbruch geben, da einige Spieler zu Regionalliga-Vereinen wechseln. Aber die Neuen sind jung und hungrig und wollen sich weiterentwickeln. Rein tabellarisch wird die neue Saison jedoch brutal mit wahnsinnig vielen Traditionsvereinen wie 1. FC Kaiserlautern II, FK Pirmasens, Eintracht Trier, FV 07 Diefflen, SV R\u00f6chling V\u00f6lklingen und eventuell auch TuS Koblenz als Mitabsteiger. Wir werden vom ersten Spieltag an hart arbeiten m\u00fcssen, um vern\u00fcnftig in die Runde zu kommen. Wir streben einen einstelligen Tabellenplatz an. \u00dcber allem steht jedoch die Entwicklung der jungen Spieler.<\/p>\n<p><span style=\"color: #086cb3\"><strong>Eine kr\u00e4ftezehrende Saison geht also zu Ende. Wie erholst du dich in der fu\u00dfballfreien Zeit?<\/strong><\/span><br \/>\nDie Saison war tats\u00e4chlich sehr kr\u00e4ftezehrend! Ich pers\u00f6nlich werde alles so ausrichten, dass mit dem Abpfiff gegen Kickers Offenbach auch erst mal eine Phase der Ruhe einkehrt. Die Kaderplanung ist weitgehend abgeschlossen, abgesehen von ein paar Eckpunkten. Die Vorbereitung ist auch bereits geplant, so dass ich zun\u00e4chst einmal Urlaub vom Fu\u00dfball machen werde. Im Rahmen der Vorbereitung werde ich dieses Jahr erstmalig zwei Wochen fehlen und mit meiner Lebensgef\u00e4hrtin einen Wanderurlaub in Kanada machen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #086cb3\"><strong>Beim FSV Mainz 05 hast du im Jugendbereich trainiert. Hier jetzt in der zweiten Saison eine Herren-Mannschaft\u2026<\/strong><\/span><br \/>\nBei Mainz 05 habe ich am Ende in der Junioren-Bundesliga gearbeitet. Davor war ich aber jahrelang schon Trainer im Seniorenbereich und DFB-St\u00fctzpunkttrainer. Mainz 05 wird immer in meinem Herzen bleiben. Ein wahnsinnig toller Verein, zu dem ich noch enge Kontakte habe, die ich hege und pflege. Ich habe mich jedoch gegen den professionellen Fu\u00dfball entschieden, weil ich in meinem Beruf als Lehrer und meiner Stelle im Bildungsministerium sehr gl\u00fccklich bin. Das wollte ich zu diesem Zeitpunkt nicht aufgeben. Ob Jugend oder Aktive: Hauptsache, die Jungs wollen leistungsorientiert arbeiten und sich weiterentwickeln.<\/p>\n<p><span style=\"color: #086cb3\"><strong>K\u00f6nntest du dir vorstellen, irgendwann in den Profifu\u00dfball zu wechseln?<\/strong><\/span><br \/>\nIn meiner Zeit bei Mainz 05 habe ich mich f\u00fcr meinen Beruf und gegen den Profifu\u00dfball entschieden. Auch wenn viele meiner Freunde und fu\u00dfballerischen Weggef\u00e4hrten diese Entscheidung nicht verstehen konnten und k\u00f6nnen, bin ich damit sehr gl\u00fccklich. Was die Zukunft bringt, kann ich nicht sagen. Vielleicht packt es mich doch nochmal und ich trainiere ein Jugend-Bundesligateam. Wer wei\u00df\u2026 Momentan jedoch bin ich beim TSV SCHOTT Mainz extrem gl\u00fccklich.<\/p>\n<p><span style=\"color: #086cb3\"><strong>Du hast deinen Vertag k\u00fcrzlich um ein weiteres Jahr verl\u00e4ngert. Warum? Und was macht f\u00fcr dich den TSV SCHOTT aus?<\/strong><\/span><br \/>\nIch habe in meiner ganzen Trainerkarriere immer nur Einjahresvertr\u00e4ge gemacht und werde das auch weiterhin so handhaben. Was macht den TSV SCHOTT aus? Zun\u00e4chst einmal die wahnsinnige, fast famili\u00e4re Gemeinschaft! Mein unbezahlbares Trainerteam ist \u00fcberragend und gar nicht hoch genug zu sch\u00e4tzen. Es macht riesigen Spa\u00df mit einem so loyalen Team zu arbeiten. Dar\u00fcber Im Hinblick auf die Mannschaft freue ich mich schon jetzt sehr darauf, auch in der n\u00e4chsten Saison mit einer jungen und hungrigen Truppe zu arbeiten.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus arbeite ich unglaublich gerne mit Till Pleuger und Frank Gerhardy zusammen, die mittlerweile zu richtigen Freunden geworden sind. Ich denke, auch strategisch haben wir gemeinsam in den vergangenen Jahren in der Fu\u00dfballabteilung Hervorragendes geleistet, auch in der Verbindung zur Jugend. Diese Entwicklung muss man einfach auch auf allen Ebenen loben, sch\u00e4tzen und w\u00fcrdigen. Keiner h\u00e4tte es f\u00fcr m\u00f6glich gehalten, dass wir die Regionalliga organisatorisch schaffen. Menschen wie Uwe, Petra und Dieter identifizieren sich mit dem TSV SCHOTT und machen diesen Verein unglaublich sympathisch. Es ist toll, ein Teil davon zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><em>Das Gespr\u00e4ch f\u00fchrte Margit White.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letztes Spiel in der Regionalliga S\u00fcdwest f\u00fcr den TSV SCHOTT. Wir sprachen mit unserem Cheftrainer Sascha Meeth \u00fcber die Saison, sch\u00f6ne und weniger sch\u00f6ne Momente, seinen ersten Abstieg \u00fcberhaupt und das Besondere an unserem Verein. Sascha, wie sieht deine pers\u00f6nliche Saisonbilanz aus? Und was nimmst du in sportlicher Hinsicht mit? 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