{"id":3689,"date":"2016-05-23T07:00:16","date_gmt":"2016-05-23T05:00:16","guid":{"rendered":"http:\/\/tsvschott.de\/hockey\/?p=3689"},"modified":"2016-05-22T21:03:06","modified_gmt":"2016-05-22T19:03:06","slug":"das-sportliche-training-wertvoll-ergaenzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tsvschott.de\/hockey\/das-sportliche-training-wertvoll-ergaenzen\/","title":{"rendered":"Das sportliche Training wertvoll erg\u00e4nzen"},"content":{"rendered":"<p>Die Hockeyabteilung des TSV SCHOTT Mainz hat ihr Trainerteam mit Mentaltrainerin Miriam Fritsch-K\u00fcmpel verst\u00e4rkt. Im Interview spricht sie \u00fcber ihre erste Zusammenarbeit mit den hauptamtlichen Trainern, zuk\u00fcnftige Ma\u00dfnahmen und dar\u00fcber, wie Mannschaften von Mentaltraining profitieren k\u00f6nnen.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Als Mentaltrainerin hast Du schon mit mehreren Sportlern, insbesondere aus Teamsportarten, gearbeitet. Wie ist der Kontakt zum Hockey beim TSV SCHOTT entstanden?<\/strong><br \/>\nDie Hockeyabteilung hat beim Rehazentrum in Mombach angefragt, wo ich als Psychologin arbeite.<\/p>\n<p><strong>Was sind dort deine Hauptarbeitsgebiete?<\/strong><br \/>\nIch arbeite sehr intensiv mit Patienten im Bereich der psychologischen Schmerztherapie und Stressbew\u00e4ltigung. Im sportpsychologischen Bereich arbeite ich insbesondere mit Fu\u00dfballern \u2013 sowohl mit Mannschaften als auch mit Einzelspielern. Bei Spielern geht es beispielsweise oft darum, dass sie nach Verletzungen ihre Unsicherheiten \u00fcberwinden und zu alter St\u00e4rke zur\u00fcckfinden.<\/p>\n<p><strong>Den TSV hast du mittlerweile ein wenig kennengelernt. Wie sah die Arbeit bisher aus?<\/strong><br \/>\nF\u00fcr mich geht es zun\u00e4chst einmal darum, vor allem gemeinsam mit den drei hauptamtlichen Trainern den Bedarf zu analysieren und mit ihnen Ma\u00dfnahmen zu erarbeiten. Ich will keine \u00dcbungen von der Stange anbieten; die Anwendungen sollen bedarfsorientiert und auf die einzelnen Mannschaften zugeschnitten sein.<\/p>\n<p><strong>Das hei\u00dft, du warst bisher in erster Linie mit den Trainern in Kontakt?<\/strong><br \/>\nGenau, und sie bleiben auch Hauptansprechpartner. Neben Workshops ist auch das Coaching der Trainer zentraler Bestandteil meiner Arbeit. Ein solches Coaching kann zum Beispiel folgende Fragen kl\u00e4ren: Wo liegen die eigenen St\u00e4rken und Schw\u00e4chen, und welche Auswirkungen hat das auf die Mannschaft? Und dann geht es auch darum, mit welchen Ma\u00dfnahmen die Trainer eigenst\u00e4ndig die mentale St\u00e4rke ihrer jeweiligen Mannschaften f\u00f6rdern k\u00f6nnen. Daf\u00fcr haben wir zum Beispiel \u00dcbungen entwickelt, die in der Saisonvorbereitung in verschiedenen Trainingslagern auch bereits zum Einsatz gekommen sind.<\/p>\n<p><strong>Kannst du ein Beispiel geben?<\/strong><br \/>\nDer erste Schritt kann sein, im Team gemeinsam Normen und Werte zu erarbeiten: Wie wollen wir miteinander umgehen, und wie wollen wir als Mannschaft auftreten. Weiterhin kann es von zentraler Bedeutung sein, eine Erfolgsvision zu entwickeln. Ganz konkret war beispielsweise eine \u00dcbung, dass die Mannschaft die Saison 2016 im Kopf zu Ende denken und sich ausmalen sollte, welche Erfolge sie gehabt hat, welche Hindernisse zu \u00fcberwinden waren und wie sich der Erfolg dann anf\u00fchlen k\u00f6nnte. So kann, erg\u00e4nzend durch weitere \u00dcbungen, der Erfolg im Kopf verankert werden.<\/p>\n<p><strong>Wie k\u00f6nnen Spieler von Mentaltraining profitieren?<\/strong><br \/>\nMentaltraining kann aus einem schlechten Spieler keinen guten Spieler machen. Aber es kann aus einem guten Hockeyspieler einen besseren zu machen, indem man die psychischen Ressourcen verbessert und die negativen Gedanken minimiert, sodass letztlich auch die Konzentration und die Fokussierung gesteigert werden. Jeder kennt die Situation, dass ein Spieler oder eine Spielerin eine gro\u00dfe Torchance hat, vielleicht sogar allein vorm Torh\u00fcter steht, aber dann fehlt doch der letzte Biss oder auch das entsprechende Selbstvertrauen, und die Chance bleibt ungenutzt. Mit Mentaltraining soll erreicht werden, im positiven Sinn Einfluss auf die Emotionen zu nehmen und das Selbstbewusstsein zu steigern. Das geschieht nicht von heute auf morgen, diese Arbeit ist langfristig angelegt.<\/p>\n<p><strong>In welchem zeitlichen Umfang ist die Arbeit geplant?<\/strong><br \/>\nRealistisch sind circa f\u00fcnf Stunden im Monat, die sich auf die drei Zielgruppen aufteilen: Coaching der Trainer, der Mannschaften und Einzelspieler. Mal werden, wie bisher ja schon gesehen, Ma\u00dfnahmen entwickelt, die die Trainer selbstst\u00e4ndig durchf\u00fchren k\u00f6nnen, aber je nach Bedarf werde ich auch pers\u00f6nlich mit Mannschaften oder Spielern arbeiten. All das geschieht allerdings immer in enger Absprache mit den Trainern, die auch f\u00fcr die Spieler Hauptansprechpartner bleiben, und im Fall von Einzelspielern dar\u00fcber hinaus in enger Absprache mit den Eltern. Mir ist eine transparente Arbeit wichtig. Ich bin eine Begleitung, ein Coach im Hintergrund, die in einzelnen Ma\u00dfnahmen aktiv wird. Mentaltraining kann nie das sportliche Training ersetzen, es kann immer nur als wertvolle Erg\u00e4nzung fungieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Hockeyabteilung des TSV SCHOTT Mainz hat ihr Trainerteam mit Mentaltrainerin Miriam Fritsch-K\u00fcmpel verst\u00e4rkt. 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