SCHOTT-Frauen klettern auf Platz drei

Das war wichtig. Mit dem 2:1-Heimsieg am Sonntag gegen den FFC Niederkirchen bleiben die Regionalliga-Fußballerinnen des TSV SCHOTT Mainz weiter in der Spitzengruppe. SCHOTT-Trainer Marcello Muzio wirkte erleichtert. „Der Druck war schon hoch“, sagte er. Auch, weil er mit Ebru Uzungüney die eigentliche Spielmacherin zunächst auf die Bank setzte. „Namen sind bei uns egal, man muss halt Gas geben“, erklärte der 35-Jährige. Die gewagte Entscheidung zahlte sich aus, seine Mannschaft hielt dem Druck stand.

Von Beginn an kontrollierte SCHOTT das Spiel. Bereits in der zweiten Spielminute testete Romy Gajdera den Gäste-Keeper mit einem Schuss aus 20 Metern. Gajdera war es auch, die nach Vorlage von Franziska Frase das 1:0 per Heber erzielte (33.). Später legte Gajdera den Ball auf Romina Bornschein ab, die mit einem halbhohen Distanzschuss das 2:0 besorgte (42.). „Wir wussten, dass die im zweiten Durchgang noch mal richtig Druck machen würden“, sagte Muzio. Auf den Anschlusstreffer der Gäste (50.) reagierte er mit der Einwechslung von Uzungüney, die „unserem Spiel schon noch mal Stabilität verliehen hat“.

TSV SCHOTT Mainz: Berlin – Frase (78. Schmitt), Loeber (60. Uzungüney), Meierfrankenfeld, Hess – Scherzberg, Bornschein, Linssen, Gürtler, Kierek – Gajdera (71. Bohrer).

Quelle: FuPa.net

TSV verliert bei der Hassia

Sascha Meeth war sichtlich angefressen. „Abseits von allen Nebenkriegsschauplätzen haben wir ein großes Problem“, sagte der Trainer des TSV SCHOTT Mainz nach dem 1:2 (1:1) seines Teams in der Fußball-Oberliga bei Hassia Bingen, „nämlich das, dass wir es in überlegen geführten Spielen nicht schaffen, den Sack zuzumachen.“ Dafür, dass dies in Bingen nicht klappte, war nicht allein die Offensive der Mainzer verantwortlich. Das lag vor allem an der konsequenten Spielweise der Hassia, die in einer fairen und kampfbetonten Begegnung nichts zuließ, in der Schlussphase sogar einen klareren Sieg vergab.

Statt dem Sprung auf Relegationsrang zwei nur Platz sechs in der Tabelle. Kein Wunder, dass der Frust beim TSV groß war. Umgekehrt konnten die Binger frohlocken. Erstmals seit den ersten beiden Spieltagen liegt die Hassia in einem ganz engen Tabellenmittelfeld über dem Strich. Verantwortlich war die Szene in der 35. Minute. Beim Stand von 0:1 schlug Dominik Kranz einen Ball aus der eigenen Abwehr weit nach vorne. Vllaznim Dautaj setzte sich gegen die aufgerückte Abwehr durch, umspielte auch noch Schott-Torwart Mike Wroblewski und schob unbedrängt zum Ausgleich ein.

Bis dahin waren die Gäste im Spiel auf hohem taktischen Niveau aktiver, zogen sich die Binger mit ihrem 4-5-1-System weit zurück, blieb Dautaj als einzige Spitze meist allein auf weiter Flur. SCHOTT war reifer, ließ den Ball zirkulieren, kam allerdings nur selten zum Abschluss auf das Tor von Kay Schotte. Der war bei einem Schuss aus der Drehung von Jost Mairose auf dem Posten (25.), eine Zeigerumdrehung aber chancenlos, als Mairose auf Janek Ripplinger durchgesteckt hatte und der Zentralstürmer aus zwölf Metern vollendete. Kurz darauf klärte Schotte eine sich tückisch senkende Gansmann-Flanke über die Latte. Hatte sich die SCHOTT-Führung abgezeichnet, kam der Ausgleich durch Dautaj wie aus heiterem Himmel. Danach allerdings spielten die Mainzer der Hassia in die Karten, wäre Philipp Schrimb mit dem Pausenpfiff fast das 2:1 gelungen. Sein Vorstoß wurde in bester Schussposition vom hohen Gras am Hessenhaus gestoppt. „Wir haben drei Punkte, der Rest ist egal. Und wenn man die Chancen betrachtet, war der Sieg verdient“, wollte Dautaj keine zweite Meinung gelten lassen.

Der Regionalliga-Absteiger hatte auch nach dem Wechsel größere Spielanteile, „aber allein darum ging es nicht“, anerkannte Hassia-Coach Nelson Rodrigues. Er stellte auf 4-3-3 um, ließ deutlich offensiver antreten und hatte damit Erfolg. Als der sehr gute Schiedsrichter Jean Luc Behrens einen von Meeth vehement geforderten Elfmeter nach energischem Einschreiten gegen den eingewechselten Mahdi Mehnatgir (70.) nicht gepfiffen hatte, Yannick Rinker aus 22 Metern genau auf Schotte gezielt hatte (74.), ging die Partie Richtung Showdown.

Enes Sovtic gelang die Entscheidung, als ein Freistoß von Baris Yakut in den Strafraum gesegelt war und Dautaj das Spielgerät so verlängert hatte, dass der Hassia-Kapitän nur noch die Fußspitze hinhalten musste, um das Leder aus acht Metern an Wroblewski vorbeizustochern (82.). Während die Gäste danach alles nach vorne warfen, vergab der für Joshua Iten eingewechselte Dennis de Sousa Oelsner nach zwei fast perfekten Kontern die vorzeitige Entscheidung (86., 88.).

„SCHOTT macht es im Spiel überragend“, sprach Hassia-Mittelfeldspieler Serdal Günes voller Hochachtung von seiner alten Mannschaft und wusste, „dass wir über lange Strecken viel hinterhergelaufen sind“. Respekt wollte der 26-Jährige beiden Teams zollen. „SCHOTT, weil sie den Ball sehr gut haben laufen lassen. Und uns, weil wir nie aufgesteckt und uns den Dreier wirklich verdient haben.“ Anders als Günes und die Hassia-Vertreter hatte Meeth keine gute Binger Mannschaft gesehen. „Aber sie haben sich in den letzten zehn Minuten aufopferungsvoll in die Zweikämpfe geworfen“, sagte der SCHOTT-Trainer, sauer darüber, „dass wir das Ding nach dem 1:0 nicht halten konnten“.

TSV SCHOTT Mainz: Wroblewski – Kern, Fring, Rinker, Schlosser – Assibey-Mensah (63. Mehnatgir), Gansmann (89. Simic), Mairose, Mladenovic – Ripplinger, Sinanovic (63. Schwarz).

Quelle: FuPa.net

Drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib

Ein ganz wichtiges Heimspiel stand für unsere B1 auf dem Programm. Mit der JFG Saarlouis/Dillingen trat ein direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt auf dem Kunstrasen an der Karlsbader Straße an. In der 1. Hälfte war SCHOTT klar spielbestimmend, auch wenn durch unnötige Ballverluste die Gäste immer wieder ins Spiel gebracht wurden. In der 16. Minute kam der TSV zum 1:0 durch eine Direktabnahme von Efe Mutlu nach Hereingabe von Tom Zimmer. Fünfzehn Minuten später erhöhte Yannick Djiyehouse auf 2:0. Die Vorarbeit leistete Akkaraphon Juangjun. Danach hatten Yannick Djiyehouse und Niklas Brach jeweils noch eine Großchance zur Vorentscheidung. Sie scheiterten allerdings am Schlussmann der Saarländer bzw. am Aluminium.

In den zweiten 40 Minuten stellte Saarlouis das System um und hatte dadurch auch deutlich mehr Ballbesitz. TSV-Keeper Leon Leichthammer bewahrte in dieser Drangphase der Saarländer mit einer überragenden Parade vor dem Anschlusstreffer. Diese Aktion und einige Wechsel ließen den TSV SCHOTT wieder besser ins Spiel kommen. Durch Niklas Brach, der erneut am Aluminium scheiterte, und Elias Huber kamen die Mainzer noch zu zwei großartigen Gelegenheiten. Es blieb aber letztendlich beim verdienten 2:0. Es waren drei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib in der Regionalliga Südwest.

SCHOTT-Frauen müssen gegen Tabellennachbarn FFC Niederkirchen bestehen

Die 0:3-Niederlage gegen Andernach tat weh. Sie war ein Rückschlag, aber die Regionalliga-Frauen des TSV SCHOTT Mainz haben bereits an diesem Sonntag (14 Uhr) diese Chance, Wiedergutmachung zu betreiben. Leichter wird es aber nicht, denn mit dem FFC Niederkirchen wartet bereits der nächste Absteiger auf die SCHOTT-Frauen. Zudem ist der Tabellennachbar mit seinem 2:1-Sieg im Nachholspiel gegen Siegelbach an diesem Donnerstag an den Mainzern vorbeigezogen. Schott kann also einiges geradebiegen, aber auch sehr viel verspielen. Wach gerüttelt dürfte das Team von Trainer Marcello Muzio nach der Heimniederlage aus der Vorwoche allerdings sein.

Quelle: Fu.Pa.net

Südwestpokal: unglückliche 0:1-Niederlage gegen SV Gonsenheim

Bastian Kreidler (17.) schoss das Tor des Tages. „In der ersten Halbzeit waren wir besser und sind verdient in Führung gegangen“, sagt SVG-Trainer Marc Kreß, „in der zweiten Halbzeit hatte SCHOTT immer mehr Spielanteile.“ In der Schlussminute parierte Keeper Artemij Varkalov einen Flachschuss von Tom Zimmer stark, im ersten Durchgang wurde Niklas Brachs Versuch nach einem Standard noch von der Linie gekratzt. „Wir hatten unsere hundertprozentigen Chancen. Wenn wir die nicht reinmachen, ist die Niederlage auch verdient“, sagt SCHOTT-Co-Trainer Samuel Horozovic. Kreß sah „eine kämpferisch sehr engagierte Leistung“. Im Endspiel geht es kommendes Jahr gegen Verbandsligist FK Pirmasens.

Quelle: FuPa.net

Ein ganz besonderes Derby

Mit Spielen unter der Woche haben sich unsere Jungs bislang noch nicht anfreunden können. Das heutige Spiel war für die Zuschauer ein spannendes Spiel, mit viel Emotionen und Diskussionen. Freuen konnten sich aber nur die Fans der Gästemannschaft. Die haben nämlich überraschenderweise einen Punkt entführt und bei den Schottlern für einen kleinen Dämpfer im Meisterschaftsrennen gesorgt. Doch kommen wir kurz zum Ablauf des Spiels.

Von Anfang an gelang es den Hausherren nicht, den gewohnten Druck aufzubauen. Es fehlte an Bewegung, Genauigkeit und Konzentration. Die Gäste hatten wenig Probleme die Angriffe zu verteidigen und hielten bis zur 15. Minute die Null. Ale sorgte dann mit einem Kracher für die „Erlösung“ und alle SCHOTT-Fans erwarteten nun mehr Sicherheit und schnell das nächste Tor. Mit dem Schnell dauerte bis zur 43. Minute. Ale markierte nach toller Vorarbeit von Timo das 2:0.

Unerklärlicherweise brachte das Tor keine Ruhe ins Spiel. Es häuften sich die Fehler und wie aus dem Nichts fiel das 2:1. Ein Gästepapa stellte fest: „Eure Jungs lassen stark nach und unsere Jungs werden besser.“ Noch 3 Minuten und die Gonsenheimer witterten auf einmal Morgenluft und wurden von Neu-Trainerin Yllka nach vorne gepeitscht. Das 2:2 eine Minute vor Abpfiff wirkte fast schon unwirklich, da es kein Schottler für möglich gehalten hat.

Man merkte den Jungs auch an, dass sie nach dem Spiel ein wenig enttäuscht waren und der ein oder andere sogar schon von vergebener Meisterschaft sprach. Da müssen sie sich aber keine Sorgen machen. Sie spielen zu gut, um sich durch ein Unentschieden aus der Ruhe bringen zu lassen. Ein guter „Kick“ gegen die 05er und schon ist die Fussballwelt wieder in Ordnung. Und warum sollte das nicht gelingen?

Das Spiel findet an einem Wochenende statt und da sind unsere Jungs immer in Hochform. Dieses Spiel war mal wieder so eine Bestätigung, dass Derbys immer ihre eigenen Geschichten schreiben. Nach dem Spiel muss man sagen, dass es aus Gonsenheimer Sicht sehr glücklich, aber trotzdem nicht ganz unverdient war. Als Fazit: Für den Moment ärgerlich, aber nicht wirklich schlimm. Wenn man die richtigen Schlüsse zieht, machen solche Erfahrungen nur noch stärker. Und im nächsten Spiel werden die Jungs hundertprozentig wieder ihr strahlendes Gesicht zeigen.

Rückschlag für SCHOTT-Frauen

Das war ein herber Dämpfer für die Regionalliga-Fußballerinnen des TSV SCHOTT Mainz. Bei Tabellenführer SG Andernach verpasste das Team von Trainer Marcello Muzio die Chance, mit dem Primus gleichzuziehen. „Und das war auf jeden Fall verdient“, räumte Muzio ein. Immerhin habe es seine Mannschaft zu keinem Zeitpunkt geschafft, seine Vorgaben umzusetzen. „Wir wollten eng an ihnen dran“, erklärte Muzio den Matchplan. Stattdessen seien seine Spielerinnen immer einen Schritt vom Geschehen entfernt gewesen. Nach 30 Minuten brachte Sarah Madlin Krumscheid die SG in Führung. „Das war das erste Gegentor, das sich ein Gegner richtig gegen uns herausgespielt hat“, sagte der Coach.

Dann ließ SCHOTT-Torhüterin Vanessa Berlin einen vermeintlich harmlosen Ball durch die Finger flutschen (49.). „Gedanklich war sie da schon einen Schritt weiter“, sagte der Muzio, der Berlin keinen Vorwurf machte: „Sonst ist sie ja immer super.“ Lisa Umbach setzte mit dem 3:0-Treffer (88.) den Schlusspunkt. Die einzigen Spielerinnen, die in Normalform aufgetreten sind, seien Romina Bornschein und Sophie Linssen gewesen. „Sie haben sich bis zum Schluss gewehrt“, sagte Muzio, der trotz aller Enttäuschung die Meisterschaft noch in Reichweite sieht. Wenn SCHOTT das verbleibende Nachholspiel gewinnt, beträgt der Abstand nur noch drei Zähler. „Und Andernach sehe ich nicht als Mannschaft, die jetzt einfach durchmarschiert“, sagt Muzio.

Quelle: FuPa.net

TSV siegt trotz fast einstündiger Unterzahl

Die dritte Führung hatte Bestand. Nachdem Janek Ripplinger den TSV SCHOTT Mainz zweimal in Front gebracht hatte, die der FV Diefflen jeweils vom Elfmeterpunkt ausglich, gelang Leon Kern in der Schlussphase der umjubelte 3:2 (2:2)-Siegtreffer. Der erste Oberliga-Dreier nach fünf erfolglosen Pflichtspielen wurde mit dem Sprung auf Rang drei belohnt. Ripplinger beendete mit seinen Saisontoren sieben und acht eine Sechs-Spiele-Flaute und legte Kerns sechste Bude mit einem dynamischen Lauf über die Außenbahn vor (87.).

Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die Mainzer schon seit 50 Spielminuten in Unterzahl. Giorgio Del Vecchio hatte erst einen Freistoß blockiert und dann, wie Trainer Sascha Meeth sagte, gelbwürdig gefoult. „Es war ein emotionales, sehr enges Spiel“, berichtet der 44-Jährige, „heute hatten wir das allerdings hoch verdiente Spielglück auf unserer Seite. Wir freuen uns wahnsinnig, die Stimmung ist gelöst.“

Zweimal wird Ripplinger vor dem Tor freigespielt, zweimal trifft der Gegner per Strafstoß

Das frühe 1:0 war bereits die dritte Szene, in der ein tief geschickter Mainzer aufs Tor der Saarländer zulief. Jost Mairose chippte den Ball über die Abwehr, Ripplinger umkurvte den Keeper und schob ein (12.). Nach einer halben Stunde wurden die Platzherren erstmals gefährlich. Bei einem langen Ball war sich Torwart Mike Wroblewski unsicher, ob er noch im Strafraum ist, und sprang, statt die Hände zu nutzen, in Stürmer Chris-Peter Haase hinein. Arthur Mielczarek verwandelte (30.), doch die Mainzer konterten prompt.

Vom Wiederanstoß weg kombinierte sich der TSV in den Strafraum, Del Vecchio schickte Mairose steil, der legte quer, Ripplinger netzte ins leere Tor ein (31.) – und stand vier Minuten später wieder im Blickfeld. Der Schiedsrichter sah nach einer Ecke ein Foul Ripplingers an Haase, Mielczarek vollstreckte erneut (35.). „In der zweiten Halbzeit haben wir es gut verteidigt, sind tiefer gestanden und haben auf Umschaltangriffe gesetzt“, berichtet Meeth. Gute Chancen gab es auf beiden Seiten – jubeln durften aber nur noch die Mainzer. „Es tut wahnsinnig gut, so einen Auswärtssieg zu feiern“, erklärt der Chefcoach.

TSV SCHOTT Mainz: Wroblewski – Kern, Fring, Rinker, Schlosser – Mladenovic (85. Mehnatgir), Mairose, Del Vecchio – Assibey-Mensah, Ripplinger, Sinanovic (73. Breier).

Quelle: FuPa.net

Pokalspiele haben ihre eigenen Gesetze

Wie so oft haben Pokalspiele ihren ganz eigenen Charakter. So erlebten die SCHOTT-Fans (Eltern) eine verkehrte Fussballwelt in der ersten Halbzeit. Warm anziehen durften sich die Schottler, die einfach nicht ins Spiel fanden, nervös agierten, ungenaue Pässe spielten und den Gegner stark machten. Man hatte das Gefühl, dass die Hausherren unbedingt gewinnen wollten und die Gäste mit dem aggressiven Spiel in der Anfangsphase überhaupt nicht zurecht kamen. Selbst Spieler, die normalerweise Ruhe und Sicherheit ausstrahlen, spielten überhastet und ungenau.

Es wurden sich kaum Chancen erspielt. Wie aus dem Nichts fiel das 1:0 für die Schottler, eiskalt die erste richtige Chance genutzt und den Gegner damit geschockt. Es sah für kurze Zeit danach aus, als sollten nun die Gäste das Spiel in den Griff bekommen. Eine Unkonzentriertheit brachte die Hausherren kurz vor der Pause jedoch wieder ins Spiel: 1:1, der Halbzeitstand. Unter den mitgereisten Gäste-Fans machte sich ein leicht mulmiges Gefühl breit.

Eine emotionale zweite Halbzeit sollte es bestätigen. Dennoch erlebten sie in der zweiten Hälfte eine deutlich aggressivere SCHOTT-Mannschaft, die langsam aber sicher das Heft in die Hand nahm. Die Nieder Ulmer mussten ihrer aggressiven Spielweise Tribut zollen und ließen kräftemäßig nach. Auch wenn es nach 5 Minuten bereits 3:1 für SCHOTT stand, war das Spiel damit noch nicht gelaufen. Ein ungenauer Pass in der eigenen Hälfte in die Füße des Gegners und auf einmal stand es nur noch 3:2. Der Anschlusstreffer mobilisierte die letzten Kräfte der Hausherren und so entwickelte sich ein echter Pokalfight. Kein schönes, aber ein spannendes und kampfbetontes Spiel.

Und in Halbzeit zwei waren es die Schottler, die sich zahlreiche gute Chancen erspielten, aber einfach nicht treffen wollten. Nachdem Jonathan eine Nieder Olmer Chance mit einer tollen Parade zunichte machte, gelang Jona im Gegenzug das erlösende 4:2. Danach wurden noch drei, vier gute Chancen vergeben und erst mit dem 5:2 kurz vor Schluss war wirklich alles klar. Bei den „großen Kickern“ in der Bundesliga würde man jetzt von einem „dreckigen“ Sieg sprechen. Eine gute Mannschaft zeichnet aber aus, dass sie auch an schwächeren Tagen wichtige Spiele gewinnen kann.

Beim Gegner würde die ein oder andere Träne verdrückt, doch wenn man das ganze Spiel und die vielen Großchancen in Halbzeit 2 betrachtet, geht der Sieg am Ende doch in Ordnung. SCHOTT-Kapitän Josh meinte nach dem Spiel: „Irgendwie war ich doch aufgeregt, weil es unser erstes Pokalspiel war.“ Das könnte also durchaus eine Erklärung für die ungewöhnlich nervöse erste Halbzeit gewesen sein. Am Ende zählt aber das Erreichen der nächsten Runde und die Jungs können sich auf ihr zweites Pokalspiel freuen.

TSV SCHOTT trifft auf gefürchtetes Sturm-Duo

Einen Sieg zum Geburtstag? Der Wunsch ist für Sascha Meeth unnötig. „Die Jungs investieren auch so genug, das steht nur leider nicht im Einklang mit dem Ergebnis“, sagt der seit Mittwoch 44-Jährige vor dem Oberliga-Gastspiel des TSV SCHOTT Mainz beim FV Diefflen (Samstag, 15.30 Uhr). Die Saarländer schlagen sich als 13. derzeit unter Wert, haben aber zuletzt zweimal gewonnen und mit Chris-Peter Haase und Fabian Poß das, so Meeth, „gefürchtetste Sturmduo der letzten Jahre“. Der seit fünf Pflichtspielen sieglose TSV muss ohne die Gelb-Rot-Sünder Silas Schwarz und Nenad Simic auskommen, Marco Senftleben (krank) fehlt zusätzlich zu den Langzeit-Patienten ebenfalls weiter.

Quelle: FuPa.net