Runderneuerung bei den SCHOTT-Frauen

Frauen-Regionalliga

Runderneuerung bei den SCHOTT-Frauen

Fußball-Regionalligist vermeldet für die neue Saison 16 Neue und nur fünf Abgänge

Mit einem nahezu runderneuerten, deutlich breiteren Kader starten die Fußballfrauen des TSV SCHOTT Mainz in die kommende Regionalliga- Saison 19/20. Insgesamt 16 Neuzugängen stehen nur fünf Abgänge gegenüber, sodass Trainer Marcello Muzio die Qual der Wahl aus 28 Spielerinnen, darunter drei Torhüterinnen, hat.

„Wir haben die letzte Saison genau analysiert und sind zum Schluss gekommen, dass unser Kader zu klein war“, sagt Muzio. In Kombination mit einer schwachen Trainingsbeteiligung bedeutete das: kein wirklicher Konkurrenzkampf. „Jeder konnte sich eigentlich sicher sein, dass er spielt“, so der 36-jährige Coach. Ein Zustand, der angesichts des neuen, breiteren Kaders der Vergangenheit angehören dürfte. Bei der Suche nach Neuzugängen ist der letztjährige Tabellendritte vor allem bei der Frankfurter Eintracht fündig geworden. Gleich sieben der 16 Neuzugänge konnte Muzio vom Riederwald ins Otto-Schott-Sportzentrum lotsen.

Dabei kamen dem 36-Jährigen seine nach wie vor guten Kontakte nach Frankfurt zugute, wo er vor zwei Jahren die U17-Juniorinnen der SGE in der Bundesliga trainierte. Diesem Altersbereich sind Katharina Bilz (Innenverteidigung), Aileen Passler (zentrales Mittelfeld) und Nathalie Engelmann (offensive Außenbahn) nun entwachsen und wollen beim TSV im Frauenbereich Fuß fassen. Ein Schritt, den die bisherigen Eintrachtlerinnen Johanna Neumann (Tor), Elispindola (offensive Außenbahn, Sturm), Steffi Klug (offensive Außenbahn) und Inga Jöst (Innenverteidigung) bereits hinter sich haben.

Besonders die Verpflichtung von Jöst darf getrost als „Königstransfer“ bezeichnet werden, war sie doch absolute Stammspielerin beim letztjährigen Tabellenvierten der Regionalliga Süd. „Sie studiert in Geisenheim und kann den Aufwand nicht mehr betreiben“, sagt Muzio zu den Beweggründen für Jösts Wechsel an die Karlsbader Straße.

Familienzusammenführung im Hause Sigurdadottir

Vom Frankfurter Lokalrivalen FFC kommen die gerade der U17 entwachsenen Jule Stendebach (Außenbahn) und Julie Besserdich (zentrales Mittelfeld) zum TSV. Ebenfalls im Doppelpack wechseln vom SC Opel Elena Jaeschke (Tor) und Heidrun Sigurdadottir (zentrales Mittelfeld) nach Mainz. Dort wird Heidrun auch ihre Schwester Asrun, eine flexible Offensivspielerin, die vergangenes Jahr in Offenbach spielte, begrüßen können.

Die Reihe der Neuzugänge komplettieren Jasmina Barhoumi vom FC Speyer (Innenverteidigung), Torhüterin Aline Allmann, die nach vier Jahren in den USA nach Deutschland zurückkehrt, sowie Eva Geiben (defensives Mittelfeld) und Ronja Wahler aus dem eigenen Nachwuchs.

Der Flut an Neuzugängen stehen indes nur fünf Abgänge gegenüber. Die haben es zum Teil aber in sich. So verlässt die Kapitänin und türkische Nationalspielerin Ebru Uzungüney den TSV in Richtung Eintracht Frankfurt. Torhüterin Vanes s a Berlin hat ein Stipendium erhalten und wird in die USA an ein Fußball-College gehen, Romina Kunze zieht es in die Regionalliga Süd zur TSG Neu-Isenburg und die spielende Co-Trainerin geht zurück zum Hessenligisten MFFC Wiesbaden. Verteidigerin Judith Bast hat dagegen noch keinen neuen Verein.

Quelle: FuPa.net